So bauen Sie Dichtungen in Ecken richtig und sauber ein

Sanierung und Renovierung mit passgenauen Dichtungen     

Im technischen Sinne ist die Dichtung eine Konstruktion, "mit der ein nicht gewollter Stoffübergang von einem zum anderen Ort verhindert werden soll". Umgangssprachlich werden Türen und Fenster gegen Zugluft von außen abgedichtet. Häufigstes Ziel von Dichtung und Dämmung ist im Haus sowie in der Wohnung die Energieeinsparung bei den Heizkosten.     

Im Alltag des Heimwerkers geht es darum, Ecken und Winkel sowie Türen und Fenster möglichst so abzudichten, dass sie mit dem Mauerwerk, mit Fenster- und Türrahmen eine übergangslose Einheit bilden. Die abgedichtete Stelle soll bestenfalls weder staub- noch luftdurchlässig sein. Das klingt logisch und einfach, kann sich im Einzelfall jedoch schwieriger gestalten als zunächst gedacht.  

 

    

Gehrungszange hilft beim millimetergenauen Dichtungseinbau     

Die Gehrung ist ein schräger Zuschnitt von Materialien wie Bretter und Leisten, die unter einem freigewählten Winkel zusammenstoßen. Sie ist immer eine Eckverbindung mit zwei Winkeln. Bei zwei in einem Winkel von 90° angeordneten Leisten wie Tür- oder Fensterrahmen wird die Gehrung durch den Schnitt von 45° an den Rahmenenden gebildet. Bei der echten Gehrung müssen beide Rahmen gleichstark sein. Ist das nicht der Fall, dann handelt es sich aufgrund der unterschiedlichen Stärke um eine falsche Gehrung.     

Das unentbehrliche Werkzeug sowohl für Türdichtung als auch für Fensterdichtung ist die Gehrungszange, alternativ auch als Gehrungsschere bezeichnet. Damit wird die Fensterdichtung oder eine Türdichtung in jedem einzelnen Eckbereich so ausgeschnitten, dass die Dichtungen sauber um die Ecke liegen und weder ab- noch überstehen.      

Dichtungen bei Renovierung und Sanierung passgenau auf Gehrung schneiden  

Das ausgewählte Dichtungsmaterial wird zum Abdichten, in diesem Fall von Türen und Fenstern in der Bestandsimmobilie, auf Gehrung geschnitten. Das ist in aller Regel ein rechter Winkel von 90°. Für das Verkleben der Ecken empfiehlt sich ein spezieller Dichtungskleber oder ein Verschweißen. Der Dichtungseinbau wird dem Heimwerker durch eine vielfältige Produktkategorie an Dichtungsecken erleichtert.      

Den richtigen Zeitpunkt zum Abdichten von Türen und Fenstern wählen   

Dichtungen sind typische Verschleißteile; sie unterliegen Witterungseinflüssen sowie einem ganz normalen Abnutzungs- und Alterungsprozess. Spätestens wenn sie hart, brüchig oder bröselig werden, lassen sie in ihrer ursprünglich beabsichtigten Dichtungswirkung deutlich nach. Bei Fenstern und Türen ist das erfahrungsgemäß nach zehn, spätestens fünfzehn Jahren der Fall. In diesem Stadium geht es darum, alte gegen neue Dichtungen möglichst Eins zu eins auszutauschen. Mit dem dazu passenden Handwerkstool ist das ohne Weiteres in Eigenregie möglich.      

Perfekte Dichtungen mit der hochwertigen Gehrungszange     

Die Gehrungszange sollte aus hochwertigem Werkzeugstahl angefertigt sein. Sie besteht aus Schneide + Grundplatte. Bei festverbauten Klingen ist die Schneide zusätzlich gehärtet. Die Grundplatte verfügt über eine skalierte Einteilung zum Einstellen des gewünschten Schnittwinkels. Zur Steigerung der Druckkraft ist die leistungsfähige Gehrungszange mit einer Übersetzung zwischen Klinge und Griff versehen; der ist seinerseits mit einem griffigen Kunststoff ummantelt.