Farbwechsel bei Dichtungen leicht gemacht

Wird die Wohnung gestrichen, so erhalten oft auch die Fenster und Türen eine farbliche Auffrischung. Doch wie genau ist eigentlich mit den daran verklebten Dichtungen zu verfahren – können sie gleichfalls eine neue Beschichtung erhalten?   

 

Ein Spiel der Farben 

Kaum steht eine Renovierung an, beginnt die Auswahl jener Farben, in denen sich das Zimmer in den kommenden Jahren präsentieren soll. Für Wände, Decken und Böden ist das Passende schnell gefunden – Fensterrahmen und Türen werden dagegen im Regelfall dunkel oder hell getönt. Doch wie sieht es bei ihnen eigentlich mit den Dichtungen aus? Sie erfüllen den Zweck, Kälte, Feuchtigkeit und Luft nicht in die Wohnung gelangen zu lassen. Üblicherweise werden sie nicht gestrichen, können je nach Bedarf aber ausgetauscht werden. Wer dennoch einen Farbwechsel wünscht, sollte folgende Tipps beachten.      

 

Mit normalen Anstrichstoffen nicht vereinbar  

Zunächst einmal ist es nebensächlich, ob eine Tür- oder eine Fensterdichtung gestrichen werden soll. Beide werden aus modernen Kunststoffen wie Silikon gefertigt, sollen also insbesondere Nässe abweisen. Damit gilt, dass herkömmliche Farben nicht in sie eindringen können. Übliche Lacke und Lasuren werden lediglich auf der Dichtung aufliegen, dort kaum vollständig trocknen, zum Verlaufen neigen und innerhalb weniger Stunden ihren Halt verlieren. Trocknen sie dennoch oberflächlich, so platzen sie nach kurzer Zeit schon ab. Für die Sanierung der Dichtungen sind daher Alternativen erforderlich.  

 

So gelingt der Farbwechsel  

Soll die Fenster- oder Türdichtung einen neuen Farbton erhalten, so stehen dafür besondere Anstrichstoffe zur Verfügung. Erforderlich ist es vor dem Auftragen, dass die Dichtung selbst – ebenso wie der Rahmen der Türen und Fenster – wenigstens grob mit einer Seifenlauge von alten Rückständen befreit wird. Zum Einsatz kommen nun Lacke und Lasuren, die speziell für die Verwendung auf Silikon geeignet sind. Sie verfügen in der Regel über bestimmte Weichmacher, die die obere Schicht des dichtenden Kunststoffs durchbrechen – die aufgetragene Farbe kann jetzt mühelos halten und innerhalb kurzer Zeit trocknen.  

 

Eine Frage des Preises  

Doch Vorsicht, gerade bei der Auswahl der Anstrichstoffe sollte auch auf die Qualität der Farben geachtet werden. Insbesondere preiswerte Lacke weisen einen allzu hohen Bestand an Weichmachern auf. Damit vereinfachen sie zwar den Halt der Beschichtung auf dem Silikon. In der Folge können die in den Farben enthaltenen Chemikalien aber in den Kunststoff eindringen und dessen Struktur verändern. Nässe, Kälte und Luft lassen sich dann nur noch schwerlich vom Eindringen in die Wohnung abhalten. Wer sich einen Farbwechsel also nicht zutraut, sollte die Dichtungen daher regelmäßig austauschen – und beim Kauf derselben auf die gewünschte Tönung zurückgreifen.