Fensterdichtungen erneuern – DIY-Anleitung und Kosten Teil 2

DIY: Dichtungen erneuern  

Schritt 1: Wahl der passenden Ersatzdichtung 

Dichtungen unterscheiden sich in ihren Profilen. Sie benötigen die richtige Passform. Diese ermitteln Sie, in sie sich die vorhandenen Dichtungen anschauen. Baumärkte führen alle gängigen Profile, doch manchmal benötigen Sie eine spezielle Anfertigung, die sie vom Tischler oder Fensterbauer erhalten. Nehmen Sie von den alten Dichtungen kleine Stücke mit zu Ihrem Einkauf. Das ist die beste Lösung. Wir könnten Ihnen hier alle Dichtungstypen nennen, doch die Teile Ihres alten Dichtungsmaterials sind am aussagekräftigsten. Wenn Sie nicht den richtigen Dichtungstyp wählen, könnte dieser zu Spannungen zwischen Fensterflügel und Rahmen führen. Auch die Beschläge könnten leiden.     

Schritt 2: Entfernen aller alten Dichtungen     

Die alten Dichtungen müssen komplett heraus, auch alle Rückstände müssen weg. Verwenden Sie hierfür ein Cuttermesser. Damit können Sie die Dichtung abziehen. Sollte sie an einer Stelle sehr stark festkleben, hilft Ihnen ein Spatel. Auch ein Schraubendreher kann genügen.     

Schritt 3: Anbringen Ihrer neuen Tür- oder Fensterdichtung             

  • Starten Sie mittig am oberen Rahmen.        
  • Drücken Sie zunächst das neue Dichtungsmaterial in die Nut.        
  • Dann schneiden an den Ecken der Dichtungen auf Gehrung. Hierfür verwenden Sie eine Gehrungszange oder ein Cuttermesser und schneiden damit ein kleines Dreieck von 10 – 15 mm aus. Schneiden Sie nicht aus der Dichtungsfläche, sondern aus dem Dichtungsfuß. Sie können die Dichtungen auch schräg durchtrennen und anschließend mit Dichtungskleber verkleben.        
  • Diesen Vorgang wiederholen Sie an den übrigen drei Tür- oder Fensterseiten.        
  • Nun pressen Sie am entstandenen Ende die Dichtungen zusammen.        
  • Die Tür oder das Fenster müssen sich anschließend gut schließen und öffnen lassen. Manchmal müssen Sie die Beschläge nachstellen.     

Unser Tipp: Sollten Sie eine umfassende Renovierung oder Sanierung planen, bei der alle Türen und Fenster neu abgedichtet werden, empfiehlt sich der Gang in den Fachhandel: Dieser bietet spezielle Einroller für das Einlegen von Dichtungen in die Fensternut an. Ein großer Vorteil ist dabei, dass der Einroller das Langziehen von Dichtungen verhindert. Dieses kann sich bei Handarbeit immer ergeben. Es setzt das Dichtungsmaterial unter Spannung, die wiederum zu Schnittstellen (Lücken) führen kann.     

FAQ (häufige Fragen)     

Wann oder wie oft muss ich Tür- und Fensterdichtungen wechseln? 

Je nach Umweltbelastung werden die Dichtungen nach fünf bis zehn Jahren so porös, dass sie erneuert werden sollten. Das hängt auch von der Art der Belastung ab. Hohe Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen stellen ebenso wie ein sehr häufiges Öffnen und Schließen der Türen und Fenster Belastungsfaktoren dar. Doch Sie bemerken die Undichtigkeit und können Sie auch gezielt überprüfen.

 

 

Wie überprüfte ich die Dichtigkeit?     

Sie können die Dichtungen bei gemäßigten Temperaturen anfassen. Sie dürfen nicht porös, sondern müssen elastisch sein. Sie können mit einer brennenden Kerze einen möglichen Luftzug am geschlossenen Fenster überprüfen. Auch die Sichtkontrolle hilft. Wenn Ihre Heizkosten steigen, liegt das ebenfalls häufig an den Dichtungen.     

Wie halten Dichtungen länger?     

Gute Pflege und Trockenheit erhöhen die Haltbarkeit von Dichtungen. Die Pflege ist mit Silikonspray oder Talkumpulver möglich.     

Schaffe ich den Austausch wirklich allein?     

In aller Regel ja. Wenn nicht, beauftragen Sie eine Fachfirma, die hierfür nicht viel Geld verlangen wird.