Schimmel an Fensterdichtungen: Reinigen oder Fensterdichtung austauschen?
Schimmel an Fensterdichtungen ist ein typisches Winterproblem. Viele entdecken kleine schwarze Punkte an der Gummidichtung, dunkle Verfärbungen in den Ecken oder einen muffigen Geruch am Fenster. Die wichtigste Frage lautet dann: Reicht Reinigen aus – oder sollte man die Fensterdichtung austauschen?
Die Antwort hängt vor allem davon ab, wie stark der Befall ist und ob die Dichtung noch richtig abdichtet. Denn Schimmel entsteht fast immer dort, wo regelmäßig Feuchtigkeit steht. Und genau das passiert im Winter besonders häufig: Warme, feuchte Innenluft trifft auf kalte Fensterflächen, es bildet sich Kondenswasser – und dieses sammelt sich bevorzugt in den unteren Ecken und an der Dichtung.
Warum Schimmel an Fensterdichtungen so häufig ist
Fensterdichtungen liegen in Bereichen, die langsam trocknen. Wenn die Dichtung verschmutzt ist oder die Fenster in den Ecken besonders kalt werden, bleibt Feuchtigkeit länger stehen. Zusätzlich verschärft eine alte oder verhärtete Dichtung das Problem: Sie dichtet nicht mehr sauber ab, kalte Außenluft gelangt in den Falzbereich, der Rahmen kühlt stärker aus und es entsteht noch mehr Kondenswasser. Das ist ein typischer Kreislauf, der Schimmel immer wieder begünstigt.
Wann Reinigen ausreicht
Reinigen ist sinnvoll, wenn der Schimmel nur oberflächlich ist und die Dichtung noch weich, elastisch und unbeschädigt wirkt. Das ist oft der Fall, wenn Sie die Flecken zum ersten Mal sehen und sich die Verfärbung nach dem Abwischen deutlich reduziert.
Wichtig ist dabei, nicht nur „drüber zu wischen“, sondern gründlich zu reinigen: zuerst mit warmem Wasser und mildem Reiniger wie dem Dichtungsreiniger von Dikara, anschließend gut trocknen. Achten Sie auch auf den Falzbereich zwischen Fensterflügel und Rahmen, denn dort bleibt Feuchtigkeit oft unbemerkt stehen.
Wann Sie die Fensterdichtung austauschen sollten
Ein Austausch ist die bessere Lösung, wenn die Dichtung selbst bereits geschädigt ist oder das Problem ständig zurückkommt. Das ist häufig der Fall, wenn die Dichtung hart, spröde oder rissig ist, sich in den Ecken löst oder nicht mehr fest sitzt. Auch wenn Sie neben Schimmel zusätzlich Zugluft spüren, ist das ein klares Zeichen: Das Fenster ist nicht mehr dicht, und Reinigen allein löst die Ursache nicht.
Wenn Schimmel tief ins Material eingezogen ist und nach kurzer Zeit wieder auftaucht, lohnt sich ebenfalls eher der Austausch. Denn dann bleibt Feuchtigkeit dauerhaft an der Dichtung hängen – und das Schimmelrisiko bleibt bestehen.
Warum Austausch oft nachhaltiger ist
Eine neue, passende Dichtung sorgt dafür, dass weniger kalte Luft in den Rahmenbereich eindringt. Dadurch kühlt der Bereich weniger stark aus, Kondenswasser entsteht seltener und die Dichtung trocknet schneller ab. Das senkt das Risiko, dass Schimmel überhaupt wieder entsteht. Zusätzlich verbessert sich der Wohnkomfort: weniger Zugluft, gleichmäßigere Wärme und oft auch ein besserer Schallschutz.
Schimmel dauerhaft vorbeugen
Damit das Problem nicht zurückkommt, ist die Kombination entscheidend: richtig lüften, Kondenswasser abwischen und Dichtungen sauber halten. Im Winter ist Stoßlüften meist effektiver als dauerhaftes Kippen, weil es feuchte Luft schnell austauscht, ohne die Wohnung auszukühlen. Wenn ein Fenster trotz Lüften regelmäßig stark beschlägt, sollten Sie die Dichtung und den Sitz des Fensters prüfen.
Fazit: Reinigen oder tauschen?
Reinigen reicht, wenn der Schimmel oberflächlich ist und die Dichtung noch elastisch und dicht ist. Wenn die Dichtung jedoch hart, rissig oder undicht ist oder der Schimmel immer wiederkommt, sollten Sie die Fensterdichtung austauschen. Das ist meist die nachhaltigere Lösung, weil Sie damit die Ursache für Kondenswasser und Schimmel deutlich reduzieren.


