Achtung bei Feinstaub in der Wohnung – lassen Sie den Feinstaub draußen!

Feinstaub ist eine sehr ernste Gefahr, die nicht nur auf der Straße droht. Auch in unseren vier Wänden kann er vorhanden sein. Wichtig ist daher die gute Dichtung von Türen und Fenstern, um im Raum gar nicht erst eine Feinstaubbelastung entstehen zu lassen.

Wie lässt sich die Luftbelastung in der Wohnung verringern?

Viele Menschen wissen nicht, dass jede schadhafte Tür- oder Fensterdichtung Feinstaubpartikel in die Wohnung lässt. Verhindern lässt sich deren Eintrag durch richtiges Lüften bei einer ansonsten gut abgedichteten Wohnung. Feinstaub ist als Schwebstaub (PM 10) definiert und hat ein ganz bestimmtes Verhalten: Durch seine Feinheit sinkt er nicht sofort zu Boden, die Partikel verweilen vielmehr länger in der Luft. Der Transport durch die Luft ab Emissionsort (industrielle Produktionen, Feuerungsanlagen, Fahrzeugmotoren) kann je nach Wind- und Witterungsverhältnissen über viele Kilometer erfolgen. Der sehr feine Saharastaub fliegt sogar über den Ozean, wie Südeuropäer bei entsprechender Wetterlage beklagen. Feinstaubpartikel sind wahrhaft winzig, ihre Größe liegt unter 10 µm, also unter einem Hundertstel Millimeter.   

Das bedeutet, dass sie sehr leicht durch Zugluft kleinste Öffnungen passieren. Eine mangelhafte Dichtung lässt sie durch. Dann setzen sie sich in den mikrofeinen Hohlräumen unseres Lungengewebes ab. Die gesundheitlichen Folgen sind prekär, weil die Lunge die sehr feinen Partikel nicht mehr aushustet. Sie lagern sich also im Gewebe ab, reizen die Atemwege und führen zu chronischer Bronchitis und Asthma. In Deutschland gibt es möglicherweise jährlich ~120.000 vorzeitige Todesfälle infolge der Feinstaubbelastung. Sehr gefährdet sind geschwächte bzw. durch Asthma vorbelastete Personen, ältere Menschen, Kinder und alle Personen, die in feinstaubbelasteten Regionen (oft Straßenzügen) leben.   

Was passiert bei einer mangelhaften Fenster- oder Türdichtung?

Bei mangelhafter Dichtung reichert sich das Luftgemisch aus feinsten Partikeln in der Wohnung an, die Luftbelastung in den Innenräumen steigt deutlich. Diese Gefahr droht übrigens nicht nur Bewohnern von Großstädten mit starkem Straßenverkehr, sie gilt auch für ländliche Gegenden. Hohe Feinstaubeinträge stammen nämlich aus der Landwirtschaft. Gegenmaßnahmen sind:

  • erstklassige Tür- und Fensterdichtung
  • nass Staub wischen
  • HEPA-Filter in Staubsaugern verwenden
  • richtig lüften    

 

Wie lüften Sie richtig?

Am besten bei Wärme im Sommer, denn die warmen, schnell aufsteigenden Luftmassen tragen die Schadstoffe aus, des Weiteren nach Regen und viel Wind. Bei solchen Wetterlagen sollte stoßweise gelüftet werden.   

Wechsel jeder spröden Fenster- und Türdichtung

Eine Tür- oder Fensterdichtung wird im Laufe der Zeit spröde. Das Material ist dann hart und auch brüchig, was Lücken verursacht. Durch diese dringen die Feinstaubpartikel ein. Sie merken das, indem Sie mit dem Finger über die Dichtungen fahren: Sie sind nicht mehr elastisch und weich. Kontrollieren Sie den Dichtungszustand von Zeit zu Zeit vollständig an allen Fenstern und Türen. Wenn Sie diese Schwäche feststellen, wechseln Sie die betroffene Fenster- oder Türdichtung umgehend aus.